Saisonrückblick Herren 1
Wenn zukünftige Historiker einmal herausfinden wollen, wie die Saison 2025/26 des Herren 1 Teams wirklich verlief, werden sie nicht Spielberichte oder Tabellen konsultieren. Sie werden in unser WhatsApp-Archiv schauen. Denn dort spielte sich die eigentliche Saison ab – irgendwo zwischen Trainingsorganisation, Flachwitzen und der ewigen Suche nach genügend Spielern für Trainings und Matches.
Traininings- und Matchplanung zwischen Hoffnung, Gastspielern und leichter Verwirrung 😵
Der Auftakt war vielversprechend. Gleich zu Beginn kündigte Manuel einen Trainingsgast mit Vergangenheit in der zweiten Liga an. Die Mannschaft reagierte professionell: Zuerst wurde gefragt, welche Position er spielt, danach wurde diskutiert, ob das überhaupt die richtige Sportart ist. Parallel dazu zeigte sich früh, dass der Chat auch kulturell einiges zu bieten hatte:
- Den begeisterte mit Flachwitzen
- Pasci reagierte darauf mit sprachwissenschaftlichen Analysen der deutschen Höflichkeitsformen
- Der Rest versuchte herauszufinden, wer eigentlich gerade trainiert und wer krank ist.
Sportlich hatte das Team viele Gegner – doch der gefährlichste war eindeutig Doodle!
- Jemand postete den Hinweis, dass der Doodle für den nächsten Event noch nicht up-to-date sei und sich alle eintragen sollen
- Drei Spieler tragen sich nachträglich auch noch ein
- Vier melden sich kurzfristig ab
- Zwei schreiben: “ich chume villicht spöter”
- Einer fragt: “findet das Training überhaupt statt?”
- Mani versucht weiterhin optimistisch, genug Spieler für ein Training zu organisieren
Erstaunlicherweise kam am Ende meistens doch genug Personal zusammen – vermutlich, weil jemand das Wort Bier 🍺erwähnte.
Die Medienabteilung: 80 % Fotos, 20 % Volleyball 📰
Ein weiteres Markenzeichen der Saison war die enorme mediale Dokumentation in Whatsapp. Im Chat der vergangenen Saison finden sich:
- Fotos vom Training
- Fotos vom Spiel
- Fotos von der Garderobe
- Fotos von anderen Fotos
- Und gelegentlich auch ein Volleyball
Zeitweise hatte man das Gefühl, dass wir mehr Bildmaterial als Punkte in der Tabelle produziert haben (ziemlich freche Aussage von ChatGPT, Anm. d. Red.). Für das Vereinsarchiv ist das hervorragend – für den Speicherplatz der Handys weniger.
Die Kommunikation: effizient, direkt und völlig chaotisch
Auch bei der übrigen Kommunikation zu Vereinsorganisatorischem zeigte sich ein ähnlichen System:
- Mani erinnerte regelmäßig an Sponsorenlisten, Termine und organisatorische Dinge.
- Einige Spieler bestätigte
- Einige reagierten mit Emojis
- Einige reagierten gar nicht.
- Und Den stellte sicher, dass kein ernsthafter Moment ohne einen zweifelhaften Witz blieb.
Trotzdem funktionierte das Ganze erstaunlich gut – vermutlich, weil jeder wusste, dass am Ende sowieso genug Leute in der Halle, hinter dem Steuer, am Grill, auf dem Schiribock etc. stehen.
Verletzungen, Comebacks und spontane Transfers 🤕🔙🔀
Die Saison brachte auch die klassischen Mannschafts-Dramen:
- Kurzfristige Krankmeldungen kurz vor dem Training
- Comebacks “nächste Woche ganz sicher”,
- sowie immer wieder mysteriöse Gastspieler, die plötzlich auftauchten und teilweise besser waren als der Rest der Mannschaft.
Man könnte sagen: Das Kader war flexibel. Sehr flexibel.
Die dritte Halbzeit 🤟🏻
Neben Training und Spielen spielte sich ein wichtiger Teil der Saison traditionell nach dem Sport ab, meist schon in der Garderobe. Das Wort Bier tauchte im Chat regelmäßig auf – meistens in Zusammenhang mit:
- Siegen
- Niederlagen
- Trainings
- Trainingsausfällen
- oder einfach weil Montag war 🍻
Die sportliche Analyse wurde dabei zuverlässig auf höchstem Stammtischniveau durchgeführt.
Fazit - Was bleibt also von der Saison 25/26? 📌
- Hunderte Nachrichten
- Dutzende Doodle-Diskussionen
- unzählige Fotos
- einige Trainings
- mehrere Spiele
- und eine Mannschaft, die trotz allem immer wieder zusammen auf dem Feld stand.
Oder anders gesagt: Die Saison war vielleicht nicht perfekt organisiert – aber dafür hervorragend dokumentiert.
Ausblick - (Wie) geht es weiter? 👀
Ein Thema schwebte allerdings schon länger über der Mannschaft: das Aufhören. Viele der Spieler stehen bereits seit gefühlten Ewigkeiten gemeinsam auf dem Feld – und irgendwann stellt man fest, dass man plötzlich nicht mehr zu den Jüngsten gehört. Der Versuch einer Verjüngung blieb bislang eher theoretischer Natur. Vermutlich auch deshalb, weil jeder junge Interessent beim ersten Probetraining kurz innehalten musste, nachdem er den Altersdurchschnitt der Halle überblickt hatte! 🤣👴🏻
"Rücktrittsdrohungen" kursierten schon seit Jahren im Chat. Am Ende dieser Saison machen nun tatsächlich fünf Spieler ernst und verabschieden sich vom aktiven Trainings- und Spielbetrieb. Damit steht die Existenz des Teams erstmals ernsthaft zur Diskussion. Ganz aufgegeben hat man jedoch noch nicht: Erste Gespräche mit umliegenden Vereinen laufen bereits, in der Hoffnung, dort überzählige Spieler zu finden, die dem Herren 1 neues Leben einhauchen könnten.
Falls das klappt gehts weiter mit dem Herren 1. Und wenn dann eines sicher ist, dann dieses: Der WhatsApp-Chat bleibt auch nächste Saison das wichtigste Trainingsgerät. 📱🏐
Nachtrag 1:
Nachdem der Bericht live geschaltet wurde, kamen dann vom Team (im WhatsApp Chat, what else?!? 🤷🏻♂️) doch noch die einen oder anderen Hinweise, was noch fehlt in der Saisonzusammenfassung 25/26. Auch hier hat wieder ChatGPT den Stift geschwungen:
- Der legendäre Fonduplausch in Baden
Neben Training, Spielen und WhatsApp-Diskussionen gab es diese Saison auch ein echtes Highlight für den Teamgeist: der Fonduplausch in Baden im Dezember.
Bei geschmolzenem Käse, Brot und der einen oder anderen Runde Wein wurde intensiv über alles gesprochen – natürlich auch über Volleyball. Zumindest theoretisch.
Erstaunlicherweise blieben die Gespräche dieses Jahr sogar erstaunlich themennah. Frühere Abschweifungen in Richtung Prostata-Tests, Rückenprobleme oder andere klassische Alterserscheinungen konnten weitgehend vermieden werden. Ein klares Zeichen dafür, dass die Mannschaft entweder noch jung geblieben ist – oder einfach besser verdrängt.
So oder so: Der Teamzusammenhalt war danach definitiv stärker. Der Cholesterinspiegel vermutlich auch. - Richi und der Stubete-Gäng-Moment
Jede Mannschaft braucht ihren Soundtrack. Manche Teams laufen mit Stadionmusik auf, andere mit motivierenden Playlists. Unsere Mannschaft hatte diese Saison Richi und einen Song der Stubete-Gäng.
Irgendwann im Laufe der Saison wurde klar, dass dieses Lied praktisch zum inoffiziellen Mannschaftshymne geworden ist. Ob vor dem Training, im Chat oder irgendwo zwischen Garderobe und Halle – der Song sorgte zuverlässig für gute Stimmung.
Man könnte sagen: Während andere Teams an der Taktik arbeiten, arbeiten wir an der musikalischen Vorbereitung. - Das Comeback des Jahres
Comebacks gab es diese Saison einige – bei Spielern, bei Trainingszusagen und manchmal sogar bei der Motivation. Doch eines der bemerkenswertesten war eindeutig Dani’s Coach-Comeback.
Mit Kommentaren von der Seitenlinie, taktischen Inputs und motivierenden Zurufen fühlte sich das Spiel ein bisschen professioneller an. Zumindest für ein paar Sätze. Allerdings bleibt ein sportliches Rätsel bis heute ungelöst: Wie es möglich war, einen komfortablen 2:0-Vorsprung trotzdem noch herzugeben ?!? Das konnte trotz Coaching, Analyse und vermutlich auch mehreren Nachbesprechungen nie abschliessend geklärt werden 🤔
Die Forschung arbeitet weiterhin daran.
Nachtrag 2 der Redaktion
Die Herren beendeten die Saison in der 4. Liga auf dem 6. Rang 😅